Ausbildungsportal

Betrieb finden

Offene Stellen anzeigen Alle Betriebe anzeigen

Bewerbungstipps für Azubis und Praktikanten

Du weißt, welche Berufsausbildung du ausüben möchtest? Und eine passende Stellenausschreibung hast du auch schon gefunden? Perfekt! Dann geht es jetzt darum, eine überzeugende Bewerbung zu schreiben. Mit den folgenden Tipps helfen wir dir, deine Bewerbung zu erstellen.

Bestandteile und „offizielle Form“ deiner Bewerbungsunterlagen

In Deutschland besteht eine vollständige Bewerbung meist aus folgenden Bestandteilen:

  •     Bewerbungsanschreiben
  •     Lebenslauf
  •     Bewerbungsfoto (keine Pflicht mehr)
  •     (Arbeits-)Zeugnisse oder Bescheinigungen über Praktika

Doch, Achtung! Einige Unternehmen bestehen auf weitere Unterlagen, wie z.B. ein Deckblatt, eine Kurzbewerbung oder aber Nachweise bestimmter Sprachkurse und anderweitiger (ehrenamtlicher) Tätigkeiten.

Wichtig ist immer, dass die Bewerbung vollständig ist und alle geforderten Unterlagen von dir eingereicht werden. Unvollständige Bewerbungen werden direkt aussortiert. Achte also in der Stellenausschreibung immer genau darauf, welche Unterlagen gefordert werden.

Deine Bewerbung muss äußerlich einwandfrei sein. Die Texte sollten auf einem Computer und mit einem Textverarbeitungsprogramm, wie z.B. MS Word, erstellt werden. Wenn du Arbeitszeugnisse oder andere Dokumente einscannst/kopierst, achte darauf, dass die Dokumente weiterhin gut lesbar sind.

Wenn die Bewerbung schriftlich eingereicht werden muss, achte darauf, dass du eine Bewerbungsmappe kaufst und ordentlich mit den Ausdrucken umgehst. Es sollten z.B. keine Flecken, Gerüche oder Knicke auf den Unterlagen sein. Das Bewerbungsfoto kann auf die Bewerbung geklebt werden oder in die entsprechende Textdatei eingefügt und dann ausgedruckt werden. Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist das Bewerbungsfoto heutzutage keine Pflicht mehr. Viele Arbeitgeber freut es aber, ein Gesicht zur Bewerbung zu sehen.

Wenn du dich für ein Bewerbungsfoto entscheidest, sollte das Bewerbungsfoto seriös sein. Das bedeutet, dass das Foto in einem professionellen Fotostudio geschossen wurde. Achte darauf, dass du zum Fotoshooting Kleidung trägst, die zum künftigen Job passt. Wenn du dir nicht sicher bist, welche Kleidung geeignet ist, frage deine Eltern, Lehrer oder ggf. beim Ausbildungsbetrieb nach.

Private Fotos, die du z.B. gerne in den sozialen Medien verwendest, werden für eine Bewerbung nicht verwendet.

Bei digitalen Bewerbungen ist noch darauf zu achten, dass die Dateien passend benannt werden und nicht zu groß sind. Einige E-Mail-Postfächer können z.B. keine Daten empfangen, die über 5 MB groß sind.

No Gos:

  •     fehlende Unterlagen
  •     schlecht lesbare Unterlagen (falsch eingescannt/kopiert)
  •     Fettflecken, Eselsohren oder Essens- oder Rauchgeruch
  •     Freizeitfotos/Facebook-Fotos als Bewerbungsfoto nutzen
  •     Bei digitalen Bewerbungen: zu große Dateien senden oder Dateien unsinnig benennen

Das Anschreiben

Das Anschreiben ist das Herzstück deiner Bewerbung. Es zeigt, was dich motiviert und warum du dich genau für DAS Unternehmen und DIESE Ausbildung bewerben möchtest.

Bevor du das Anschreiben verfasst, solltest du immer den passenden Adressaten deiner Bewerbung ausfindig machen. Steht in der Stellenausschreibung ein Ansprechpartner drin, dann schreibe diese Person an. Ist kein Ansprechpartner in der Stellenanschreibung angegeben? Finde diesen heraus! Ein falscher Ansprechpartner oder „Sehr geehrte Damen und Herren“ zeigt, dass du dir wenig Mühe machst, den korrekten Ansprechpartner ausfindig zu machen.

Außerdem solltest du dich über den Ausbildungsberuf und das jeweilige Unternehmen informieren. Im Internet gibt es eine Vielzahl an Websites, die sich mit den verschiedenen Ausbildungsberufen befassen (siehe dazu auch auf unserer Website unter: Links). Viele Unternehmen haben heutzutage eine Unternehmenswebsite, auf der du individuelle Daten und Fakten über das Unternehmen einsehen kannst. Recherchiere im Internet und bringe deine Erkenntnisse mit im Anschreiben unter – dies zeigt, dass du ein ernsthaftes Interesse an der Ausbildungsstelle und an dem Unternehmen hast. Warum bewirbst du dich bei dem Unternehmen xy? Was macht das Unternehmen für dich aus? Warum passen das Unternehmen und die Ausbildung ggf. gut zu dir?

Suche dir aus der Stellenausschreibung die Anforderungen heraus und zeige mit Hilfe von Praxisbeispielen, warum genau du sie erfüllst. Bringe dabei deine persönlichen Stärken mit unter und versuche allgemeine Floskeln zu vermeiden. Es muss glaubwürdig sein. Wenn du dich z.B. als „sportlich“ beschreibst, unterstützt dein „Engagement im Sportverein“ diese Aussage. Wenn du dich in einem IT-Unternehmen bewirbst und du sagst „ich interessiere mich seit xx Jahren für die Entwicklungen in IT-Technologien“ hilft es, wenn du z.B. schonmal ein Praktikum in einem solchen Unternehmen gemacht hast oder ein themenverwandtes Seminarfach oder einen Computerkurs belegt hast.

Last but not least: achte bei deinem Anschreiben auf die Formalitäten. Das klassische Bewerbungsschreiben beginnt mit einem vollständigen Briefkopf, inkl. Telefonnummer, korrekten Adressdaten des Empfängers, Ort, Datum und Betreffzeile. Nach dem Haupttext folgt dann folgt schließlich die persönliche Unterschrift. Bei digitalen Bewerbungen kann diese eingescannt sein. Bitte schaue dir vorab also die klassischen Regeln für das Schreiben eines Briefes an. Achte außerdem darauf, dass keine Rechtschreibfehler enthalten sind.

No Gos:

  •     Formalitäten nicht beachtet
  •     Schlechte Formatierung
  •     Mustervorlagen aus dem Internet verwenden
  •     Keinen Bezug auf das Unternehmen nehmen
  •     Falscher Ansprechpartner/„Sehr geehrte Damen und Herren“
  •     Nutzung von Floskeln oder Unwahrheiten
  •     Rechtschreibfehler

Der Lebenslauf

Dein Lebenslauf ermöglicht der Personalabteilung einen Überblick über die wichtigsten (ausbildungsrelevanten) Informationen von dir:

  •     Persönliche Angaben
  •     Schulischer Werdegang
  •     Arbeits- oder Praktikumserfahrung
  •     Hobbies
  •     Sprach- und EDV-Kenntnisse
  •     Weitere Nachweise, die sich auf den potentiellen Ausbildungsplatz beziehen (z.B. Teilnahmebestätigungen an Sprachkursen/Computerkursen/Erste-Hilfe-Kursen/Ehrenämtern usw.)

Wichtig ist, dass der Lebenslauf übersichtlich dargestellt ist. Das Dokument sollte nicht länger als zwei Seiten lang sein. Die meisten Bewerber nutzen eine tabellarische Darstellung des Lebenslaufs. Diese Form eignet sich besonders gut, um einen übersichtlichen Überblick zu geben. In seltenen Fällen wünscht sich der potentielle Arbeitgeber einen ausformulierten Text. Diese Anforderung würde dann aber in der Stellenbeschreibung stehen. Zur Erstellung des Lebenslaufs eignet sich am besten ein Text- oder Grafikprogramm.

Zu den persönlichen Angaben gehören dein vollständiger Name, die vollständigen Kontaktdaten und dein Geburtsdatum, sowie -ort. Beim schulischen Werdegang werden die einzelnen Stationen bzw. Abschlüsse während deiner Schulzeit aufgelistet. Wenn du bereits ein Praktikum oder einen Nebenjob gemacht hast, gehören diese Angaben auf jeden Fall auch in den Lebenslauf. Deine Interessen und besondere Sprach- und EDV-Kenntnisse solltest du ebenfalls aufführen.

Der Lebenslauf sollte in chronologischer oder gegenchronologischer Reihenfolge erstellt werden.  Das bedeutet, du beginnst entweder mit der frühesten Aktivität oder mit der letzten und gehst dann zurück. Dabei solltest du darauf achten, dass keine Lücken oder Zeitsprünge enthalten sind. Bitte achte auch auf die korrekte Rechtschreibung.

No Gos:

  •     Lücken oder unerklärte Zeitsprünge
  •     Schlechte Formatierung
  •     Die Datei ist länger als zwei Seiten lang
  •     Rechtschreibfehler

Die Zeugnisse

In vielen Ausbildungsberufen werden gute Noten in ausgewählten, berufsbezogenen Fächern vorausgesetzt. Aus diesem Grund sollte bei jeder Bewerbung das letzte Schulzeugnis beigefügt werden. Darüber hinaus solltest du auch Arbeitszeugnisse oder Leistungsnachweise über Nebenjobs, Praktika, Weiterbildungen oder ein Ehrenamt hinzufügen. Viele Arbeitgeber schätzen ehrenamtliche Tätigkeiten oder erste Berufserfahrungen.

Da einige Arbeitgeber die Bewerbung nicht zurückschicken, solltest du unbedingt nur Kopien deiner Nachweise mitschicken und niemals die Originaldokumente.

No Gos:

  •     Originaldateien wegschicken

Viel Erfolg bei deiner Bewerbung!

© 2018 freeline und der Betreiber von azubi.barssel.de. Alle Rechte vorbehalten. Sofern Marken genannt werden, liegen die Rechte an diesen bei dem jeweiligen Eigentümer. Verwendete Bilder, Texte und Multimediaobjekte sind Eigentum der jeweiligen Urheber oder Lizenzinhaber.Datenschutz-Anbieter Externer Datenschutzbeauftragter Datenschutz-Mitarbeiterschulung